teaching

Collection of Syllabi.

BA-Level

Scientific Working Skills in Political Science

Die Vorlesung „Politikwissenschaftliches Arbeiten“ richtet sich an die Studierenden in der Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP). Diese Lehrveranstaltung ist Teil der STEOP und daher eine essentielle Voraussetzung zur Fortsetzung des Studiums im zweiten Semester.

Die Vorlesung verfolgt zwei Ziele: Im ersten Teil der Vorlesung werden die Studierenden in die Lage versetzt, politikwissenschaftliche Problemstellungen zu identifizieren und daraus abgeleitet forschungsrelevante Fragestellungen zu entwickeln. Das soll ihnen in weiterer Folge helfen, diese Fragen unter Anleitung theorien- und methodengeleitet strukturiert zu beantworten. Es wird den Studierenden daher zunächst beigebracht zu erkennen, inwiefern sich wissenschaftliche Texte von anderen Textarten abheben, und anschließend gezeigt, was das Besondere an einem politikwissenschaftlichen Text ist. Darauf aufbauend wird erörtert, was eine politikwissenschaftliche Problemstellung ist, was eine daraus abgeleitete erkenntnisleitende Frage ausmacht und wie man diese Frage theorie- und methodengeleitet beantwortet. Dabei wird auch erklärt, wie man politikwissenschaftliche Texte strukturiert, wie Absätze aufgebaut sind und was die spezifischen Merkmale an einem Abstract, einer Einleitung, dem Hauptteil und den Schlussfolgerungen einer Arbeit sind.

Im zweiten Teil der Vorlesung wird das Hauptaugenmerk auf die einzelnen wissenschaftlichen Arbeitstechniken gelegt. Den Studierenden wird beigebracht, wie richtig zitiert wird, wie Literatur- und Inhaltsverzeichnisse auszusehen haben, und wie Forschungsergebnisse richtig präsentiert werden. Zudem wird den Studierenden gezeigt, wie wissenschaftliche Literatur gesucht und verarbeitet wird.

Syllabus – Lecture

Applied Methods – Quantitative Text Analysis

Der Schwerpunkt der Lehrveranstaltung liegt auf dem Erlernen und Anwenden von „quantitativer Textanalyse” zur Erforschung politikwissenschaftlicher Fragestellungen. Die Studierenden lernen dabei Ansätze zur Klassifizierung (Correspondence Analysis und Topic Modeling) sowie Skalierung (wordscores und wordfish) von Texten kennen. Sie lernen, wie man diese Ansätze mit Hilfe von R bzw. RStudio – einer Programmiersprache und Umgebung zur statistischen Datenanalyse – sowie quanteda einsetzt, um Textdaten zu erheben, zu bearbeiten und zu analysieren. Am Ende der Lehrveranstaltung sind die Studierenden in der Lage:

  • R und RStudio zu bedienen,
  • Daten in RStudio einzulesen (importing),
  • Daten fĂĽr die Analyse vorzubereiten (preprocessing),
  • den Datenkorpus in eine Document-Term- (dtm) bzw. Document-Feature-Matrix (dfm) umzuwandeln,
  • diese dfm anschlieĂźend mit unterschiedlichen Ansätzen zu analysieren,
  • die Ergebnisse der Analyse graphisch darzustellen und sie zu interpretieren.

Syllabus – Lecture and Seminar

MA-Level

Actors and Agency in International Relations

Die Vorlesung richtet sich an die Studierenden im ersten Semester und bildet die theoretische und methodische Grundlage für das Seminar „Akteure in den internationalen Beziehungen“. Im Gegensatz zum Modul „Ordnungen und Wandel in den internationalen Beziehungen“, konzentriert sich dieses Modul mit der Vorlesung nicht auf die Strukturen und deren Auswirkungen auf Entwicklungen und Prozesse auf globaler und regionaler Ebene, sondern stellt Akteure, deren Charakteristika und ihr Handeln in den Mittelpunkt.

Im Kern geht es um die Frage, was einen Akteur in den internationalen Beziehungen überhaupt ausmacht, was politische Handlungsfähigkeit bedeutet, und wie Akteure und deren Handeln theoretisch und methodisch erfasst und begreifbar gemacht werden können. Es geht also um ein Verständnis internationaler Beziehungen aus Sicht unterschiedlichster Akteurstypen. Dabei werden sowohl Individuen und Gruppen, als auch Bürokratien, Staaten, internationale Organisationen und transnationale Akteure untersucht. Es wird mit Hilfe sowohl erklärender, als auch verstehender Ansätze gezeigt, welchen Einfluss diese Akteure auf regionale und globale Prozesse und Entwicklungen haben.

Syllabus – Lecture and Syllabus – Seminar

PhD-Level

Scientific Writing and Presentation II

In dieser Lehrveranstaltung verfolge ich zwei Ziele. (1) Auauend auf der VU Wissenschaftliches Schreiben und Präsentieren I aus dem Wintersemester, sollen die Studierenden entweder weiter an ihren Papers, Buchkapiteln oder Proposals arbeiten und diese im Zuge der Lehrveranstaltung qualitativ verbessern, oder sie gestalten auf Basis dieser Texte eine Präsentation nach wissenschaftlichen Standards. Im ersten Fall werden die betreffenden Texte untereinander ausgetauscht und in den einzelnen Einheiten intensiv kommentiert und besprochen. Besonderes Augenmerk wird dabei unter anderem auf folgende Elemente gelegt:

  • Problemstellung
  • Forschungsstand und Nische
  • erkenntnisleitende Frage
  • klares und präzises Forschungsdesign
  • strukturierter Aufbau und Argumentation
  • Aufbau von Absätzen
  • professionelles und sauberes Formatieren

Können die Studierenden aber bereits einen fertigen Text vorweisen, soll im Zuge der Lehrveranstaltung intensiv an der Ausarbeitung einer zwanzigminütigen (!) Präsentation gearbeitet werden. Dabei liegt der Schwerpunkt vor allem darauf, innerhalb eines begrenzten Zeitraums alle relevanten Elemente einer guten Präsentation (i.e., Problemstellung, Forschungsstand, Forschungsfrage, Forschungsdesign, Ergebnisse) im Vortrag unterzubringen, ohne dabei qualitative Abstriche machen zu müssen.

(2) Die Studierenden erlernen im Zuge der Lehrveranstaltung den Umgang mit LATEX 2ε, einem Textsatzsystem zum Verfassen und Gestalten wissenschaftlicher Texte und Präsentationen. In vielen Wissenschaftsdisziplinen ist LATEX 2εbereits das Standardprogramm zum Schreiben wissenschaftlicher Texte und hält mittlerweile auch in den Sozialwissenschaften immer mehr Einzug. Die Vorteile von LATEX 2εin der wissenschaftlichen Nutzung gegenüber herkömmlichen Textverarbeitungs- und Präsentationsprogrammen wie zum Beispiel Microsoft Word, Microsoft Powerpoint, Libre Office Writer oder Pages von Apple sind derart frappant, dass sich ein Umlernen längerfristig auszahlt. Den Studierenden werden daher in den ersten Einheiten der Lehrveranstaltung die Grundlagen von LATEX 2εbeigebracht, es wird ihnen gezeigt wie sie Tabellen und Grafiken richtig einbauen, sie lernen die Beamer-Klasse kennen und wie man in LATEX 2εzitiert. Am Ende der Lehrveranstaltung werden sie in der Lage sein, ihr Paper, ihr Proposal, ihr Buchkapitel oder ihre Präsentation mit Hilfe von LATEX 2εprofessionell und sauber zu gestalten.

Syllabus – Seminar